Hygienekonzept

Stand: 23. Mai 2020

Hygienekonzept und Abstandsregelungen für den Kursbetrieb des Hochschulsports Lübeck in Hinblick auf Vermeidung einer Verbreitung des Coronavirus-COVID19

Einleitung

Gemäß Verordnung des Landes Schleswig-Holstein vom 1. Mai 2020 (VO) ist ab dem 4. Mai 2020 Sport im Freien unter Auflagen gestattet (Anlage 1). Dabei bestimmen im wesentlichen folgende Auflagen die Auswahl der möglich Sportarten:
- Sport ausschließlich im Freien
- max. 5 Personen pro Sportgruppe
- beim Sport 2 Meter Abstand halten

Unter Berücksichtigung der VO vom 1. Mai 2020 sowie der „Zehn Leitplanken des DOSB“ (Anlage 2) und der Übergangsregeln der entsprechenden Verbände und Vereine (Anlage 3, 4, 5 und 6) ist es dem Hochschulsport möglich, ab 11. Mai 2020 kontaktfreie Sportaktivitäten z.B. in folgenden Sportarten anzubieten:
- Paddeln im Einerkajak
- Stand-Up-Paddling (SUP)
- Tennis (Einzel)
- Windsurfen

Die Kurse sind für den Zeitraum 11. Mai bis 17. Juli 2020 geplant.

Gemäß Verordnung des Landes Schleswig-Holstein vom 16. Mai 2020 (VO) ist ab dem 18. Mai 2020 Sport im Innenbereich unter Auflagen gestattet (Anlage E1).
Unter Berücksichtigung der VO vom 16. Mai 2020 sowie der „Zehn Leitplanken des DOSB“, geänderte Fassung vom 16. Mai 2020 (Anlage E2) und den Übergangsregeln des DTB (Anlage E3) plant der Hochschulsport, kontaktfreie Sportaktivitäten z.B. in folgenden Sportbereichen anzubieten:
- Gesundheit
- Fitness
- Entspannung.

Die Kurse finden unter Berücksichtigung und Umsetzung des Rahmenhygienekonzepts der Universität zu Lübeck (Anlage E4) sowie des Hygienekonzepts des Hochschulsports Lübeck statt.

Inhalt

  1. Persönliche Hygiene
  2. Raumhygiene: Sporträume, Flurbereiche
  3. Hygiene im Sanitärbereich
  4. Belehrung Hygienevorschrift/Selbstauskunft Corona
  5. Anforderungen an die Kursleitungen und das Hochschulsportpersonal
  6. Anforderungen an Teilnehmer und Teilnehmerinnen
  7. Anforderungen an die räumlichen und organisatorischen Rahmenbedingungen
  8. Wegeführung/Zutrittskontrolle
  9. Meldepflicht
  10. Durchsetzung der Hygieneregeln
  11. Sonstiges

1. Persönliche Hygiene
Im Hinblick auf die Vermeidung einer Verbreitung des Coronavirus wird aktuell das Ziel verfolgt, Infektionen so früh wie möglich zu erkennen und die weitere Ausbreitung des Virus so weit wie möglich zu verzögern, vor allem durch die Reduzierung von sozialen Kontakten. Dementsprechend muss bei der Durchführung von Sportkursen besonders darauf geachtet werden, dass Kontakte auf das unbedingt notwendige Maß beschränkt bleiben und enge Kontakte ganz vermieden werden.

Dazu gehört vor allem, dass auf die Einhaltung der Abstandsregel geachtet wird und alle Personen einen Mindestabstand von 1,5 bis 2 Metern einhalten. Außerdem dürfen an den Kursen keine Personen mit Krankheitssymptomen teilnehmen.

Das Robert Koch-Institut hat für die Durchführung von Veranstaltungen vor allem folgende Hinweise zur Verringerung des Risikos einer Übertragung empfohlen:

  • aktive Information der Teilnehmer und Teilnehmerinnen über allgemeine Maßnahmen des Infektionsschutzes wie Händehygiene, Abstand halten oder Husten- und Schnupfenhygiene
  • Teilnehmerzahl begrenzen bzw. reduzieren
  • Ausschluss von Personen mit akuten respiratorischen Symptomen
  • Abstand von eineinhalb bis zwei Meter gewährleisten

Wichtigste Maßnahmen

  • Keine Teilnahme bei Krankheitszeichen (z.B. Fieber, trockener Husten, Atemproblemen, Verlust Geschmacks-/Geruchssinn, Halsschmerzen Gliederschmerzen).
  • Mindestens 1,50 Meter Abstand ist in jeder Situation einzuhalten
  • Mit den Händen nicht das Gesicht, insbesondere die Schleimhäute berühren,
    d.h. nicht an Mund, Augen und Nase fassen.
  • Keine Berührungen, Umarmungen und kein Händeschütteln.
  • Gründliche Händehygiene (z. B. nach dem Naseputzen, Husten oder Niesen; nach der Benutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln; nach Kontakt mit Treppengeländern, Türgriffen, Haltegriffen etc., vor und nach dem Essen; vor dem Aufsetzen und nach dem Abnehmen einer Schutzmaske, nach dem Toiletten-Gang oder vor Betreten des Sportzentrums) durch Händewaschen mit Seife für 20 – 30 Sekunden
    (Anhang 7 „Richtig Hände waschen“)
  • Öffentlich zugängliche Gegenstände wie Türklinken oder Lichtschalter möglichst nicht mit der vollen Hand bzw. den Fingern anfassen, ggf. Ellenbogen benutzen.
  • Husten- und Niesetikette: Husten und Niesen in die Armbeuge gehören zu den wichtigsten Präventionsmaßnahmen! Beim Husten oder Niesen größtmöglichen Abstand zu anderen Personen halten, am besten wegdrehen.
    (Anhang 8 „die 10 wichtigsten Hygienetipps“). 

2. Raumhygiene: Sporträume, Flurbereiche
Zur Vermeidung der Übertragung durch Tröpfcheninfektion muss auch im Sportbetrieb ein Abstand von mindestens 1,50 m eingehalten werden. Für den Sport in geschlossenen Räumen sind gemäß den Vorgaben des DTB (Anlage E3) 2 – 4 Meter Abstand zu allen anderen Personen einzuhalten, empfohlen wird 20 – 40 qm je Sportler einzuhalten, abhängig davon, wie schweißtreibend der ausgeübte Sport ist.

Die Sporträume des Hochschulsports sind entsprechend vorbereitet, die Standplätze für die jeweils festgesetzte Anzahl der Teilnehmer*innen sind auf dem Sporthallenboden markiert. So ist z.B. für einen Yogakurs die Anzahl auf 15 Personen, für einen Fitnesskurs die Anzahl auf 12 Personen in einer Sporthalle von ca. 300 m² begrenzt.

Auf die Nutzung von Kleingeräten wird verzichtet.

Die Teilnehmer*in bringen für die Bodenarbeit ein großes Handtuch oder eine eigene Gymnastikmatte mit.

Besonders wichtig ist das regelmäßige und richtige Lüften, um die Innenraumluft auszutauschen. Mehrmals täglich, mindestens in jeder Pause und nach jedem Sportkurs, wird eine Stoßlüftung bzw. Querlüftung durch vollständig geöffnete Fenster über mehrere Minuten vorgenommen. Eine Kipplüftung ist weitgehend wirkungslos, da durch sie kaum Luft ausgetauscht wird.

Reinigung
Folgende Areale werden entsprechend Reinigungs- und Desinfektionsregeln täglich gereinigt:

  • Türklinken und Griffe,
  • Treppen- und Handläufe,
  • Lichtschalter,
  • Alle weiteren Griffbereiche,
  • Sportgeräte.
     

3. Hygiene im Sanitärbereich
In allen Toilettenräumen werden ausreichend Flüssigseifenspender und Einmalhandtücher bereitgestellt und regelmäßig aufgefüllt. Die entsprechenden Auffangbehälter für Einmalhandtücher und Toilettenpapier sind vorgehalten und werden regelmäßig geleert. Die Reinigung und Kontrolle erfolgen täglich vor dem Kursbetrieb.

4. Belehrung Hygienevorschriften/Selbstauskunft Corona
Die Belehrung über die Hygienevorschriften erhalten alle Teilnehmer*innen nach der Kursbuchung. Die Selbstauskunft zum Gesundheitsstatus wird jeweils vor Kursbeginn beim Eintragen in die Kursliste von der Kursleitung eingeholt.

5. Anforderungen an die Kursleitungen und das Hochschulsportpersonal
Alle Kursleitungen sind in einem Einsatz(Kurs)plan erfasst und über die zu treffenden Maßnahmen in Zusammenhang mit dem Hygienekonzept informiert. Dies betrifft den Zutritt zum und den Aufenthalt auf dem jeweiligen Sportgelände, das Erfassen der Kursteilnehmer*innen in der Anwesenheitsliste (Punkt 7), die Zugangskontrolle zu den verschiedenen Sporträumen (Punkt 7 und 8) sowie die Einhaltung und Durchsetzung der Hygieneregeln.

6. Anforderungen an die Teilnehmer und Teilnehmerinnen
Auf dem Gelände des Hochschulsportzentrums und der Sportgelände der Kooperationspartner dürfen sich nur unmittelbar am Kursbetrieb beteiligte Personen (Kursteilnehmer*innen, Kursleitungen, Hochschulsportpersonal, Vereinsvertretung etc.) aufhalten. Das Gelände ist jeweils erst kurz vor Kursbeginn zu betreten. Sofort nach dem Sportkurs müssen Teilnehmer*innen und Kursleitungen das jeweilige Gelände unverzüglich verlassen. Die Kursleitungen stellen sicher, dass Ansammlung von Teilnehmer*innen beim Betreten und beim Verlassen des jeweiligen Sportgeländes vermieden werden.

Personen mit akuten respiratorischen Symptomen dürfen nicht an den Sportkursen teilnehmen. Sollten während des Kurses akute respiratorische Symptome auftreten (vor allem Husten, Halskratzen- bzw. Halsschmerzen, Kurzatmigkeit, Muskel- bzw. Gelenkschmerzen), muss die betroffene Person zum Schutz der Gesundheit der weiteren Anwesenden den Kurs verlassen. Der Sachverhalt ist ggf. dem zuständigen Gesundheitsamt anzuzeigen.

7. Anforderungen an die räumlichen und organisatorischen Rahmenbedingungen
Kursleitungen und Teilnehmer*innen waschen sich bei Betreten der entsprechenden Sporteinrichtung die Hände bzw. nutzen das dort bereitgestellte Desinfektionsmittel. Die Kursleitungen führen eine Zugangskontrolle anhand der Anwesenheitsliste durch und erfassen die anwesenden Kursteilnehmer*innen in der Anwesenheitsliste, die als Angaben mindestens Vor- und Familienname, Hochschule und Status enthält. Weitere Kontaktdaten sind in der Hochschulsportverwaltung hinterlegt, so dass bei Bedarf alle Teilnehmer*innen kurzfristig kontaktiert werden können.

Die Teilnehmer*innen versichern, dass sie bei sich keine respiratorischen Symptome festgestellt haben.
Die Anwesenheitsliste wird von der Kursleitung bzw. vom Hochschulsportbüro für mindestens vier Wochen nach Ende der Kurseinheit aufbewahrt und dem zuständigen Gesundheitsamt auf Verlagen ausgehändigt.

Im Sportkurs ist ein Mindestabstand von zwei Metern sowohl zwischen allen Kursteilnehmer*innen als auch zur Kursleitung einzuhalten. Die Größe der Sportgruppen ist bis auf Weiteres reduziert und richtet sich nach den jeweiligen gerätebezogenen und räumlichen Gegebenheiten sowie nach der Intensität der ausgeübten Sportaktivität.

Die Sporträume und die weiteren genutzten Räume werden jeweils vor Beginn des Kursbetriebs professionell gereinigt. Zwischen den Sportkursen werden die Räume regelmäßig gelüftet. Die Türen der Sporträume werden offengehalten, damit die Benutzung von Türklinken vermieden werden kann.

Die Sportstätten werden mit Hinweisschilder (Anhang 7 und 8) zum Infektionsschutz ausgestattet, die z.B. über allgemeine Schutzmaßnahmen wie Händehygiene, Abstand sowie Husten- und Nies-Etikette informieren.

Alle Teilnehmer*innen müssen bereits umgezogen in der entsprechenden Sportbekleidung zu den Sportkursen kommen. Sie werden dringend gebeten, möglichst die eigenen sanitären Einrichtungen in ihrer häuslichen Umgebung zu nutzen.

Die Toiletten in den Sporteinrichtungen stehen nur während der laufenden Sportkurse zur Verfügung, hierfür sind Laufwege ausgewiesen, die Begegnungen verhindern. Auch die Toilettenräume werden vor Kursbeginn gereinigt und die Verfügbarkeit von Seife und Papiertüchern wird sichergestellt.

Im Hochschulsportzentrum wird grundsätzlich die in sich abgeschlossenen Behindertentoiletteneinrichtung genutzt. Für den Notfall wird der Zugang zu den weiteren Toiletten, die sich in den Umkleidebereichen befinden, durch ein Schild („Frei“/“Besetzt“) geregelt. Das Schild ist jeweils außen an der Tür angebracht, die vom Flur in den Umkleidebereich führt, und stellt sicher, dass sich immer nur eine Person im Umkleidebereich aufhält und eine Begegnung der Teilnehmer*innen auf engem Raum ausgeschlossen ist.

In den Toilettenräumen sind geeignete Hygienehinweise zum richtigen Hände waschen gut sichtbar angebracht.

Im Umkleidebereich sind die Zugänge zu Duschen und Umkleiden durch Stellwände gesperrt. Duschen und Umkleiden dürfen bis auf Weiteres nicht genutzt werden.

8. Wegeführung/Zutrittskontrolle
Die Teilnehmer*innen werden auf dem jeweiligen Sportgelände und in den Gebäuden durch ein Einbahnstraßen-Prinzip geleitet, dies wird durch entsprechende Hinweise angezeigt und die Einhaltung durch organisatorische Maßnahmen sowie die Präsenz von Aufsichtspersonen gewährleistet.
Für den Kurswechsel wird ausreichend Zeit eingeplant, sodass sich die verschiedenen Kurse nicht treffen.
Der Zutritt zu Gebäuden, Sporträumen, Fluren und Toiletten wird ebenfalls durch Aufsichtspersonen kontrolliert.

9. Meldepflicht
Aufgrund der Coronavirus-Meldepflichtverordnung i.V.m. § 8 und § 36 des Infektionsschutzgesetzes ist sowohl der Verdacht einer Erkrankung als auch das Auftreten von COVID-19 Fällen dem Gesundheitsamt zu melden. Zeigt eine Person erkennbare Symptome, soll das Sportgelände nicht betreten bzw. umgehend wieder verlassen werden. Die betroffene Person soll sich umgehend zur Abklärung, ob es sich wirklich um das Coronavirus handelt, an einen Arzt oder das Gesundheitsamt wenden.

10. Durchsetzung der Hygieneregeln
Den Anweisungen des Hochschulsportpersonals und der Kursleitungen ist unbedingt Folge zu leisten. Ein Verstoß gegen die Hygieneregeln hat den sofortigen Ausschluss vom Kurs zur Folge. Die Hochschulsportleitung behält sich vor, alle Kurse einzustellen, sollte eine zuverlässige Einhaltung der Regeln durch die Teilnehmer*innen nicht gewährleistet sein.

11. Sonstiges

  • Nach Möglichkeit sollte auf die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel verzichtet werden. Alle Teilnehmer*innen sollten nach Möglichkeit Alternativen wie Fahrräder, E-Skooter, eigene Autos nutzen oder zu Fuß gehen.
  • Es empfiehlt sich eine tägliche Symptomkontrolle, schon leichtes Fieber kann eine Infektion anzeigen.
  • Selbst kleine Wunden und Risse in der Haut sollten umgehend abgedeckt und mit einem Pflaster beklebt werden.
  • Bei Kontakt von Flächen oder Geräten mit Blut oder Körperflüssigkeit (z.B. Verletzung) ist eine Desinfektion stets erforderlich. Dies entspricht auch den bisherigen Vorgaben zur Gerätedesinfektion.

Verantwortlich für die Erstellung, Um- und Durchsetzung des Hygienekonzepts ist Frau Dr. Petra Roßkopf, Leiterin des Hochschulsports Lübeck.

Lübeck, den 18. Mai 2020

 

Anlagen
Anlage 1         Anl1_VO_LandSH_200501
Anlage 2         Anl2_DOSB_ZehnLeitplanken_200421
Anlage 3         Anl3_Kanu_DKV_Hygieneregeln_200421
Anlage 4         Anl4_Tennis_DTB_Hygieneregeln_20042
Anlage 5         Anl5_Tennis_LBVPhoenix_Hygieneregeln_200501
Anlage 6         Anl6_Segeln_Windsurfen_DSV_Hygieneregeln_200421
Anlage 7         Anl7_Rahmenhygienekonzept_UniHL_200430
Anlage 8         Anl8_Richtig_Haende_waschen
Anlage 9         Anl9_Hygienetips
Anlage E1       AnlE1_Auszug_LVO200516
Anlage E2       AnlE2_DOSB_ZehnLeitplanken_200518
Anlage E3       AnlE3_DTB_Uebergangsregeln_Fitnesssport_200512
Anlage E4       Anl7_Rahmenhygienekonzept_UniHL_200430